Erstes Flugzeug: Ausflug in die Geschichte der Fliegerei

Die Geschichte der Fliegerei hat schon einiges erlebt. Gerade im Bereich der Entwicklung der Flugzeuge hat sich technisch viel getan. Wann ein erstes Flugzeug eigentlich gestartet ist und wer es erfunden hat, ist vielen Menschen jedoch gar nicht bekannt. Ein Blick auf die Entwicklung kann besonders spannend sein.

Erstes Flugzeug: Von Leonardo da Vinci

Die Idee des Fliegens beschäftigt Menschen schon lange. Der Wunsch, selbst Fluggeräte zu entwickeln, kam daher bereits früh auf. Bekannt wurden beispielsweise die ersten Flugversuche von Leonardo da Vinci. Eigentlich bekannt geworden als Künstler, hat da Vinci seine Leidenschaft aber auch auf das Flugverhalten der Vögel gerichtet, um daraus für die eigene Vision profitieren zu können.

Er erschuf Zeichnungen von Fluggeräten, die auf diesen Beobachtungen basieren. Nach den Zeichnungen wurden Flugapparate gebaut und ausgetestet. Doch einen Erfolg konnte da Vinci nicht verzeichnen. Anders sah es bei den Gebrüdern Wright aus.

Als Erfinder des ersten Flugzeuges gelten Orville und Wilbur Wright. Beteiligt an der Erfindung waren aber noch deutlich mehr Menschen. Die Gebrüder Wright stammen aus Dayton in Ohio und beschäftigten sich erst einmal mit der Herstellung von Fahrrädern. Damit war das Interesse an Technik bereits geweckt. Bald begannen die Experimente mit den Flugzeugen.

1899 begannen sie mit der Arbeit am ersten Fluggerät und diese Arbeit sollte bis 1905 andauern. Dabei ist interessant zu wissen, dass es sich bei den Arbeiten vor allem um eine Verbesserung eines bereits bestehenden Gleitflugzeuges handelte. Dieses wurde durch Augustus Herring und Octave Chanute bereits 1896 entwickelt.

Die Gebrüder Wright zogen für ihre Arbeiten die Daten rund um die Aerodynamik als Grundlage. Doch die ersten Erfolge ließen noch auf sich warten. Bis ein erstes Flugzeug überhaupt fähig war, länger in der Luft zu bleiben, tat sich viel und es gab zahlreiche Rückschläge.

Video: Der erste Flug – Die Gebrüder Wright (Doku)

Der letzte Versuch

Die Gebrüder Wright standen kurz davor, das Experiment abzubrechen. 1902 entschieden sie sich jedoch dafür, noch einmal ein Flugzeug zu bauen. Das Motorflugzeug war der nächste Schritt und so bauten sie ein weiteres Gleitflugzeug, das als Vorlage für die Motor-Variante dienen sollte. Das Gleitflugzeug stieg endlich in die Luft und blieb dort auch. Nach der Vorlage wurde dann ein Motorflugzeug durch die Gebrüder Wright gebaut.

1903 wurde damit eigentlich ein erstes Flugzeug geboren, bei dem sogar der Flug mit einem Piloten erfolgreich war. Der große Erfolg blieb aber aus, denn das Interesse der Menschen war eher überschaubar gehalten.

Bis 1905 arbeiteten sie jedoch weiter an dem Modell und genau dieses Modell des ersten Flugzeuges kann sogar heute noch besichtigt werden. Es befindet sich im Carillon Historical Park aus, der in Ohio in den USA liegt. Ein Patent auf die Erfindung wurde dann 1906 ausgegeben.

Das erste Flugzeug erhielt die Bezeichnung „Wright Fyler“. Das Modell war ein Doppeldecker, welches über einen Vierzylinder-Ottomotor verfügte.

Interessant zu wissen: Bis heute werden die Flugzeuge in ihrem Grundbau so gebaut, wie auch das erste Flugzeug, das durch die Gebrüder Wright veröffentlicht wurde.

Was ist mit Lilienthal?

Wenn es um das erste Flugzeug geht, fallen aber auch noch andere Namen, wie beispielsweise Otto Lilienthal oder auch Ocatave Chanute und Augustus Herring. Otto Lilienthal hat beispielsweise viele der Begriffe geprägt, die noch heute in der Flugtechnik eingesetzt werden.

Bereits im Jahr 1891 hat er es geschafft, einen Gleitflug über einen Bereich von 25 m durchzuführen. Allerdings war seine Leidenschaft auch sein Todesurteil. Eine der sehr harten Landungen, die er durchlebt hat, hatte den Tod zur Folge.

Wie bereits kurz erwähnt, waren Augustus Herring und auch Octave Chanute ebenfalls maßgeblich am ersten Flugzeug beteiligt. 1896 fuhren sie an einen Strand und testeten hier gleich drei verschiedene Modelle von Gleitflugzeugen.

Eines der Flugzeuge erreichte sogar eine Strecke von immerhin rund 100 m. Damit haben sie den erfolgreichsten Gleitflieger gebaut, den es zur damaligen Zeit gab und der als Grundlage für die weiteren Entwicklungen der Gebrüder Wright diente.

Video: Der Pionier der Luftfahrt – Otto Lilienthal

Die weitere Entwicklung der Flugzeugtechnik

Mit dem ersten Flugzeug wurde auch die Aerodynamische Versuchsanstalt Göttingen gegründet. 1907 war die Eröffnung und das Ziel war es, möglichst optimierte Luftschiffformen zu entwickeln.

Während in den nächsten Jahren die weitere Entwicklung sich vor allem einfach mit der Idee beschäftigte, dass Menschen fliegen können, kam mit dem Ersten Weltkrieg auch ein neuer Wunsch auf.

Die Flugzeuge hatten nun eine neue Bedeutung und die Entwicklungen wurden schneller vorangetrieben. Jagdflugzeuge und Hubschrauber waren das Ergebnis von weiteren Entwicklungen der Flugzeugindustrie, die seit dieser Zeit einen deutlich höheren Stellenwert hat.

Bis heute nehmen die Entwicklungen und Testläufe kein Ende. Während das Flugzeug heute in erster Linie als Zivilfahrzeug eingesetzt wird, gibt es auch noch andere Ideen, die Flugkraft zu nutzen, wie für Drohnen.

Mit Flugangst kämpfen viele Menschen aber es gibt Möglichkeiten diese ganz einfach zu bekämpfen (Foto: Shutterstock- LightField Studios  )

Mit Flugangst kämpfen viele Menschen aber es gibt Möglichkeiten diese ganz einfach zu bekämpfen (Foto: Shutterstock- LightField Studios )

Wie sicher sind Flugzeuge eigentlich?

Fluggesellschaften sind gefragt wie nie. Die Möglichkeit, in ein Flugzeug zu steigen und in wenigen Stunden an einem anderen Ort zu sein, wird gerne genutzt. Dabei gelten Flugzeuge auch noch als die sichersten Verkehrsmittel. Doch wie sicher sind sie eigentlich wirklich?

Während es beim ersten Flugzeug noch Glück gewesen ist, wenn man wieder gesund auf dem Boden landete, steckt heute dahinter eine umfassende Technik, die für eine hohe Sicherheit sorgt. Gerade die Flugsicherheit spielt eine große Rolle, wenn es um die Konstruktion bei Flugzeugen geht.

Hier ist vor allem die Redundanz zu erwähnen, die heute eine große Rolle im Bau und bei der Wartung der Flugzeuge spielt. Das heißt, jedes Teil, das eine wichtige Aufgabe hat, ist doppelt vorhanden. Bei einigen Bereichen steht es sogar dreifach zur Verfügung. Wenn es doch einmal zu einem Ausfall von einem der Teile kommt, können die anderen Teile die Aufgabe übernehmen.

Die regelmäßige Wartung der Flugzeuge ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die Vorgaben sind streng. Bereits bei den Materialien, die hier verarbeitet werden, dürfen keine Kompromisse eingegangen werden. Aus diesem Grund werden der Bau und die Wartung der Flugzeuge auch nicht einfach irgendwo durchgeführt. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, wo die Geräte entstehen und hier arbeiten ausgebildete Experten, die für jeden Fall geschult sind.

Doch die Sicherheit ist auch ein Aspekt der Besatzung. Immerhin müssen die Flugzeuge durch den Piloten optimal bedient werden. Das erste Flugzeug hatte bei Weiten nicht ein so umfangreiches Cockpit, wie es heute bei den Modellen der Fall ist. Wenn die Besatzung unter Druck steht, kann dies schnell zu Fehlern führen.

Die Fluggesellschaften sind daher bestrebt, genau diesen Druck nicht aufzubauen. Das funktioniert durch durchdachte Pläne, Absicherungen mit weiteren Piloten, aber auch durch Aus- und Weiterbildungen, die durchgeführt werden.

Eine stetige Erhöhung der Sicherheit sowie eine Steigerung der Geschwindigkeiten bei den Flugzeugen sind das Ziel der heutigen Flugzeugtechnik.

Fluggesellschaften sind gefragt wie nie. Die Möglichkeit, in ein Flugzeug zu steigen und in wenigen Stunden an einem anderen Ort zu sein, wird gerne genutzt.  ( Foto: Shutterstock- Rainer Lesniewski)

Fluggesellschaften sind gefragt wie nie. Die Möglichkeit, in ein Flugzeug zu steigen und in wenigen Stunden an einem anderen Ort zu sein, wird gerne genutzt. ( Foto: Shutterstock- Rainer Lesniewski)

Wo ist die Menge an aktuellen Flugzeugen in der Luft zu sehen?

Es ist wirklich spannend zu schauen, wie viele Flugzeuge heute aktiv sind. Das erste Flugzeug war lange Zeit eine Sensation. Heute sind die Flugzeuge am Himmel nichts Besonderes mehr, aber dennoch ein interessanter Punkt. Doch wie viele der Maschinen wirklich in der Luft sind, ist kaum vorstellbar.

Über www.dlr.de können Interessierte sich einen Überblick darüber verschaffen, wie viele Flugzeuge sich gerade wo in der Welt befinden. Dieses Angebot wird auch für Schiffe zur Verfügung gestellt.

Optimal ist die Möglichkeit sogar dann, wenn geprüft werden soll, ob Freunde oder Verwandte, die sich gerade auf der Reise befinden, pünktlich starten und landen. Die Übermittlung der Daten erfolgt über Satelliten. Daher kann es natürlich auch sein, dass es zu Schwankungen bei den Daten kommt.

Bis heute nehmen die Entwicklungen und Testläufe kein Ende. Während das Flugzeug heute in erster Linie als Zivilfahrzeug eingesetzt wird, gibt es auch noch andere Ideen, die Flugkraft zu nutzen, wie für Drohnen.  ( Foto: Shutterstock-Parilov_)

Bis heute nehmen die Entwicklungen und Testläufe kein Ende. Während das Flugzeug heute in erster Linie als Zivilfahrzeug eingesetzt wird, gibt es auch noch andere Ideen, die Flugkraft zu nutzen, wie für Drohnen. ( Foto: Shutterstock-Parilov_)

Wie steht ein Denkmal für den ersten US-Präsidenten und ein erstes Flugzeug in Verbindung?

Wer ein wenig zum Thema „erstes Flugzeug“ recherchiert, der wird schnell feststellen, dass immer wieder eine Verbindung zu einem Denkmal gezogen wird. Es handelt sich dabei um das Denkmal für den ersten US-Präsidenten. Doch wie genau steht dies in Verbindung zum ersten Flugzeug?

Eine direkte Verbindung gibt es zwar nicht, dennoch ist hier ein interessanter Fakt zu betrachten. Es war das Jahr 1884, als das Washington Monument schließlich beendet wurde. Dieses Denkmal für den ersten Präsidenten der USA hat eine besondere Spitze. Schon zur damaligen Zeit war es den Menschen wichtig, ihrem Präsidenten eine Ehre zu erweisen. Sie entschieden sich daher, die Spitze nicht aus Stein zu fertigen.

Stattdessen wurde sie aus einem Material gefertigt, das besonders wertvoll gewesen ist: Aluminium. Aluminium konnte zur damaligen Zeit nur schwer hergestellt werden. Daher handelte es sich um ein wirklich wertvolles Material, das hier verarbeitet wurde.

Gerade auch in der Geschichte der ersten Flugzeuge spielt Aluminium eine große Rolle. Durch die Verbindung zum Denkmal lässt sich gut merken, wie wertvoll dieses Material damals war, das für viele Menschen heute zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.

Video: Flugangst-Expertin Verena Kantrowitsch | NDR Talk Show | NDR

Flugangst angehen: so geht es

Die Erfinder, die sich in das erste Flugzeug gesetzt haben, waren im Dienst der Wissenschaft unterwegs und selbst wenn sie Angst gehabt haben, so haben sie diese in Kauf genommen. Heute jedoch ist dies ein anderes Thema. Durch die Berichterstattung ist den Menschen bekannt, wenn es zu einem Absturz kommt.

Sie wissen, dass technisches und auch menschliches Versagen nicht zu unterschätzen sind. Daher kann sich eine Flugangst ausbilden. Kleine Tipps und Hinweise helfen dabei, diese anzugehen und wieder entspannter in die eigentlich sicheren Flugzeuge steigen zu können.

  1. Langsam starten
  2. Es muss nicht gleich der Flug an das andere Ende der Welt sein. Es reicht auch aus, wenn erst einmal eine kurze Strecke gewählt wird, um sich immer wieder bewusst zu machen, dass Fliegen sicher ist.

  3. Keinen Stress
  4. Bereits bei den Vorbereitungen kann Stress aus der Reise genommen werden. Ein frühzeitiger Check-in sowie ein kleiner Spaziergang am Flughafen helfen dabei, dass der Puls wieder sinkt.

  5. Nicht allein fliegen
  6. Gut ist es, nicht allein zu fliegen. Wer seinem Nachbarn sagt, dass er unter Flugangst leidet, der bekommt hier eine Stütze zur Seite, die auch gleich für Ablenkung sorgen kann.

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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