Flughafen München GmbH setzt EU-Vorgaben zum 15. Januar 2009 um
Am 15. Januar 2009 wird der neue "Dachgang" im Terminal 2 des Münchner Flughafens in Betrieb genommen. Mit Hilfe dieses rund 1.000 Meter langen Glasgangs, der auf der dem Vorfeld zugewandten Seite auf dem Dach des Abfertigungsgebäudes realisiert wurde, können Passagierströme im Terminal 2 des Münchner Airports künftig systematisch voneinander getrennt werden. Grundlage für diese Baumaßnahme war eine Verordnung der Europäischen Union für die Flughäfen der Mitgliedsstaaten, die eine strikte Trennung von ankommenden - nicht nach EU-Standards kontrollierten - Fluggästen und abfliegenden Passagieren vorsieht.
Für die Planung der Umbaumaßnahmen zeichnete das Münchner Architekturbüro Koch + Partner verantwortlich, das bereits das Gebäude selbst entworfen hatte. Die offene transparente Struktur des Terminals spiegelt sich auch in der Konstruktion des Dachgangs wider. Dank der Fassadenöffnung nach Osten sorgt der Lichteinfall für eine freundliche Atmosphäre im klimatisierten Glasgang. Ankommende Passagiere genießen darüber hinaus einen attraktiven Ausblick auf das Vorfeldgeschehen vor dem Terminal 2. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro. Den EU-Vorgaben folgend werden in München einreisende Passagiere, soweit sie aus Staaten außerhalb der Europäischen Union kommen, unmittelbar nach ihrer Ankunft im Terminal 2 über den neuen Sammelgang geführt.
Die Fluggäste gelangen dabei aus nördlicher und südlicher Richtung zur Piermitte, von wo aus sie sich über zwei zentrale Abgänge zu ihren jeweiligen Zielen verteilen. Umsteigende Fluggäste werden so zur Sicherheitskontrolle und je nach Reiseziel auch zur Passkontrolle geführt, ankommende Passagiere zu Passkontrolle und Gepäckausgabe. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich abfliegende, nach EU-Standards kontrollierte Fluggäste mit Passagieren vermischen, die vor der Anreise mit ihrem Zubringerflug nicht nach EU-Standards kontrolliert worden sind. Rund ein Viertel aller im Terminal 2 ankommenden Fluggäste müssen sich dieser zusätzlichen Kontrolle unterziehen.
Durch die veränderte Passagierführung entstehen für die Fluggäste keine nennenswerten Verzögerungen. Damit bleibt die Möglichkeit, im Terminal 2 innerhalb von nur 30 Minuten umzusteigen, auch künftig erhalten. Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Transferwegs wurden bis heute insgesamt zwölf Fluggastbrücken so modifiziert, dass sie einen unmittelbaren Zugang zu diesem Dachgang bieten. Bis Ende April 2009 werden vier weitere Fluggastbrücken folgen. Nach dem endgültigem Abschluss der Umbaumaßnahmen wird der Sammelgang also mit 16 der insgesamt 24 am Terminal 2 betriebenen Fluggastbrücken verbunden sein.
Quelle: Pressemeldung Flughafen München GmbH
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